Marktdaten

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Marktdaten - 31.12.2018

„Perception is Reality“ heisst eine alte Börsenweisheit. Wir können nachvollziehen, dass ein Abschlag für diese Unsicherheitsfaktoren eingepreist wurde. Die Berechenbarkeit von wichtigen Faktoren wie der zukünftigen Zinspolitik oder Freihandel hat sich reduziert. Zudem haben die abnehmenden Zuwachsraten in diversen Sektoren, z.B. Halbleiter, zu zusätzlicher Volatilität geführt. Diese Reduktion in der Bewertung ist aber vor dem Hintergrund eines nach wie vor hohen globalen Wachstums von über 3% zu hoch.

Gemäss IBES (Institutional Brokers’ Estimate System) liegt das KGV der Weltaktienindizes nun bei 13x für die nächsten 12 Monate und damit tiefer als im Jahr 2011 (ein Jahr nach Ausbruch der Eurokrise). Diese Bewertung wurde in den letzten 20 Jahren nur in der Finanzkrise 2008 unterschritten. Besonders Value-Aktien sehen heute sehr attraktiv aus.

Falls sich die Rezessionsängste nicht bewahrheiten, werden wir in den nächsten Wochen eine deutliche Erholung sehen, und die aktuellen Kurse wären Kaufgelegenheiten. Natürlich können wir die Wirtschaftsentwicklung auch nicht exakt voraussagen; dennoch stimmen uns die vorhandenen Daten für die nächsten zwei Quartale immer noch recht zuversichtlich.

Die Wahrscheinlichkeit für eine grössere wirtschaftliche Krise in den nächsten vier Quartalen ist gering. Damit sollte an der Aktienallokation festgehalten werden, gerade jetzt nach der heftigen Korrektur. Wir glauben, dass Substanzwerte das grösste Upside bieten und Qualitätstitel die Phase der höheren Volatilität gut überstehen werden. *

*Quelle: Neue Helvetische Bank

Marktdaten - 08.10.2018

Angetrieben von einer optimistischen Wirtschaftsstimmung und einer immer noch reichlich vorhandenen Liquidität haben die US-Aktien im vergangenen Monat ein neues Allzeithoch erreicht. Es scheint, dass die amerikanischen Hauptindizes alle politischen Probleme und Skandale ihres Präsidenten ignorieren und sich von den anderen Märkten absetzen, die ohne einen klaren Trend bleiben.

Analysten verfolgen die Zinskurve, welche die Renditen amerikanischer Staatsanleihen in Abhängigkeit von ihrer Restlaufzeit darstellt, genau. Diese hat sich im Sommer deutlich abgeflacht. Manche Finanzmarktanalysten machen sich Sorgen, dass die Zinskurve bald einmal vollkommen flach oder gar «invers» werden konnte, das heisst, dass der Langfristzins unter den Kurzfristzins sänke. Es gibt eben viele historische Beispiele, in denen auf eine Inversion der Zinskurve eine Rezession gefolgt ist. Müssen wir daher auch heute eine solche Entwicklung befürchten? Wir meinen eher nicht. Es konnte noch einige Jahre dauern, bis zu der gefürchteten Rezession, wenn überhaupt.

In Europa ist der „Purchase Manager Index“ im September leicht gesunken. Dies deutet darauf hin, dass in Europa weiterhin ein solides Wachstum zu verzeichnen ist, obwohl wir in den kommenden Monaten mit einer etwas entspannteren Wachstumsdynamik rechnen müssen. Dieser Rückgang ist auf den Produktionssektor zurückzuführen, welcher unter der sich verschlechternden Stimmung im Automobilsektor litt, während der Dienstleistungssektor stabil blieb. Diese Entwicklung könnte mit den zunehmenden Ängsten eines sich verschärfenden Handelskonflikts zusammenhängen.

Das Vereinigte Königreich und seine EU-Partner haben auf ihrem jüngsten Gipfeltreffen bei den „Brexit“ -Verhandlungen keinen Durchbruch erzielt. Tatsächlich lehnten die EU-Politiker den jüngsten Vorschlag der britischen Premierministerin Theresa May ab: Es herrschten erhebliche Meinungsverschiedenheiten über den besten Weg, eine harte Grenze auf der Insel Irland zu vermeiden. Angesichts der Tatsache, dass das Vereinigte Königreich am 29. März 2019 aus der EU austreten wird und die Abkommen sowohl vom britischen als auch vom EU-Parlament ratifiziert werden müssen, ist die Zeit knapp. Bei dem wichtigen EU-Gipfel am 18. und 19. Oktober sind Kompromisse auf beiden Seiten erforderlich, um das Risiko eines möglichen Brexits ohne Einigung zu verringern.

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre ultra-expansive Geldpolitik letzte Woche unverändert beibehalten. BoJ-Gouverneur, Haruhiko Kuroda, wies jegliche Spekulationen über eine rasche Normalisierung seiner Geldpolitik zurück. Somit ist die BoJ, die einzige große Zentralbank, die nicht einmal erwogen hat, die Zinsen zu erhöhen.

Was uns jedoch in diesem Moment am meisten beunruhigt, ist eine mögliche Inflation in den USA, aufgrund der steigenden Ölpreise, eines möglichen Handelskonflikt (hauptsächlich zwischen den USA und China, wo die Probleme noch lange anhalten könnten) und Italien.

Diesen Monat haben wir unser Engagement in Aktien leicht reduziert.

Marktdaten - 02.07.2018

Anhaltend solide Makrodaten, gute Jahres- und Quartalsergebnisse und im Allgemeinen ein zuversichtlicher Ausblick der Unternehmen haben die europäischen Aktienmärkte in den ersten Monaten 2018 gestützt. Die politischen Unsicherheiten in Italien, politischen Machtkämpfe in Deutschland, Flüchtlingskrise in der EU, drohende Handelskriege um den gesamten Erdball, ausgehend von den Strafzöllen der USA und Sorgen über steigende Zinsen und Inflation in der USA, erhöhten jedoch bald die Marktvolatilität. Diese Unsicherheiten wurden im Juni in den Aktienkursen reflektiert. Während die Vorlaufindikatoren in den USA weiterhin auf ein anziehendes Konjunkturmomentum hindeuteten, konnten sich die europäischen Stimmungsindikatoren den Turbulenzen an den Finanzmärkten im Laufe des 2. Quartals nicht entziehen.

Wir sind der Meinung, dass die globale Finanzmärkte derzeit von politischen Entwicklungen geprägt sind und nicht von den soliden Makrodaten. Angesicht diese Unsicherheiten und des anhaltenden Handelskonflikts haben wir uns in diesem Quartal entschieden, unser Risiko durch den Verkauf von Aktien zu reduzieren. Der Erlös wird in bar platziert und reinvestiert, wenn sich Gelegenheiten ergeben.

Marktdaten - 09.04.2018

2018 hat sehr gut angefangen, dank soliden Makrodaten und die Erwartung guter Unternehmensresultate. Diese Umstände haben die Märkte im Januar neue Hochstände ermöglicht. Nach diesem starken Jahresstart gerieten die Aktienmärkte im Februar weltweit ins Straucheln. Der Rückgang begann schon in der zweiten Hälfte Januar und kulminierte Anfang Februar. Auch in März kamen die Börsen nicht zur Ruhe. Sie reagierten empfindlich auf Diskussionen, dass in verschiedenen Ländern Handelshemmnisse aufgebaut werden sollen. Dies würde das Wachstumspotential der Firmen einschränken. Wenig zur Beruhigung trugen auch die stetigen geopolitischen Probleme bei und das Problem der langfristig wohl nicht tragbaren Verschuldung vieler Länder.

 Wir sind zurückhaltend in das Jahr 2018 gestartet und haben während dieser Monate auch unsere Meinung nicht geändert. Wir bleiben auf absehbare Zeit verhalten optimistisch.

Marktdaten - 08.01.2018

Die Weltwirtschaft verzeichnete 2017 ein solides Wachstum und gewann im zweiten Halbjahr sogar noch etwas an Schwung. Die Frühindikatoren der wichtigsten Wirtschaftsblöcke deuten allesamt darauf hin, dass der synchrone Aufschwung noch einige Zeit anhalten wird. Weltweit beschleunigt sich die Industrieproduktion und der Handel wächst zügig. Im Inland beflügelt der private Konsum, unterstützt durch das hohe Verbrauchervertrauen und den soliden Zuwachs an Arbeitsplätzen, das BIP-Wachstum.

Die Kerninflation blieb im 2017 weitgehend unverändert in der Komfortzone der Zentralbanken, und auch der Inflationsdruck war gering. Dies beginnt sich jetzt aber langsam zu verändern und man kann sagen, dass die Deflationsgefahr überwunden ist und sich allmählich ein gewisser Inflationsdruck aufbaut.

Als mögliche Risiken für das Jahr 2018 sehen wir, dass sich die USA in einer späten Phase des Konjunkturzyklus befindet, allerdings nicht in der Endphase. Ein weiterer Risikofaktor ist China, denn das Land dürfte in naher Zukunft zahlreiche Wirtschaftsreformen einleiten, die von der Restrukturierung und Stärkung staatseigener Unternehmen, über die Entschuldung des Finanzsystems, bis hin zur Abschwächung der Preisinflation auf dem Wohnungsmarkt reichen können. Die angesprochenen Reformen konnten kurzfristig weitreichende Auswirkungen auf das instabile Finanzsystem haben. Ausserdem gibt es auch geopolitischen Probleme, die mögliche anziehende Inflation, die die Renditekurven in die Höhe treiben könnte und auch die unterschiedlichen wirtschaftlichen Grundlagen der Euroländer, die zu Problem werden könnten.

Wir sind überzeugt, dass die Weltwirtschaft das neue Jahr 2018 gut beginnen wird, obwohl wir die möglichen Risiken nicht vergessen dürfen, die die gute Aussichten möglicherweise trüben könnten.

 

Marktdaten - 20.11.2017

Alle Wirtschaftsindikatoren deuten weiterhin auf einen weltweiten robusten konjunkturellen Umfeld. Dabei wächst Europa am stärksten: Im dritten Quartal wuchs die Eurozone 0,6 %. Im Jahresvergleich sind das mittlerweile ordentliche 2,5 %. Kein Wunder, eilen die Börsen von Rekord zu Rekord. Die Bewertungsspitze 2007 ist schon längst überschritten. Zyklische Aktien sind stark gestiegen in den letzten Monaten, aber auch die Rohstoffpreise zeigen wieder nach oben. Neben die bestehenden geopolitischen Risiken, die wir bereits in frühere Kommentare erwähnt haben, machen wir uns jetzt auch vermehrt Sorgen über die eingeläuteten Bilanzverkürzung der US-Notenbank und den künftigen US-Leitzinserhöhungen. Dies konnte wieder eine höhere Volatilität auf die Märkte bringen. Besonders gefährlich wird es, wenn auch die EZB ihre Wertpapiere Käufe einstellt und beginnt, die Zinsen zu  erhöhen. Die Langeweile der letzten Jahren am Markt konnte spätestens Ende 2018 beendet sein, den auf Zeiten extrem hoher Bewertungen folgten bisher noch immer Phasen extremer Volatilität. Besonders im Hinblick auf die hoch bewerteten Anleihenmärkte bleiben wir insgesamt vorsichtig.

 

 

Marktdaten - 31.08.2017

Wir gehen deswegen davon aus, dass das derzeitige Wirtschafts- und Marktumfeld noch einige Monate andauern wird. Die Liste erkannter Risiken ist jedoch weiterhin lang. Unter ihnen findet man Italien, das ein erhebliches Risiko für die Eurozone darstellt, Unsicherheiten wegen Brexit,  Wahlen in Deutschland mit den verschiedenen Skandalen in der Automobilindustrie, die US-Wirtschaft, die sich eventuell abschwächen könnte, die gesamte Euphorie des Kapitalmarktes nach der Wahl von Donald Trump die jetzt am abflachen ist  (seine Politik scheint ausser Rüpeleien und Sankdalen nichts zuwege bringen), China mit einer hohen Inlandverschuldung und Abwertungsdruck auf die Währung und neulich Nordkorea, die, nach verschiedenen Raketenstart in der letzten Wochen, vor kurzem einen sechsten Atomversuch durchgeführt hat.  Dies kann als Reaktion auf die jährlichen gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas Ende August gewertet werden. Kurzfristig erwarten wir weitere Unsicherheit und eine Risikoabneigung an den Finanzmärkten, insbesondere vor den nordkoreanischen Jahrestagen, da die Republik am 9. September und die Partei am 10. Oktober gegründet wurden. Längerfirsitig dürfte sich die Lage aber wieder beruhigen.

 

Die Kapitalmärkte sind trotz allem weiterhin recht wenig volatil. Bis auf Devisenfluktuationen, lassen sich im Moment kaum Trends erkennen. Wir beobachten weiterhin sorgfältig die Ereignisse und sind bereit dementsprechend zu reagieren.

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